Witze in der Bütt wo andere um ihren Arbeitsplatz bangen

Nach der Ankündigung von betriebsbedingten Kündigungen bei den Stadtwerken Völklingen fordern der SPD Gemeindeverband und die SPD Fraktion im Stadtrat erneut OB Lorig zum Rücktritt auf.

Christiane Blatt, Vorsitzende der SPD Völklingen, äußert sich zur Rolle des Verwaltungschefs: „OB Lorig sollte sich die Zeit nehmen, zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerseite in ‚seinem' Stadtwerke-Konzern zu vermitteln.Doch er entzieht sich der Verantwortung für einen Konzern, dessen alleiniger Gesellschafter er als Oberbürgermeister ist. Treten Sie zurück, Herr Lorig. Nur so können die Stadtwerke wirklich eine Zukunft haben."

Die Saarbrücker Zeitung zitierte den frisch wiedergewählten Oberbürgermeister Klaus Lorig im September 2010: „Er werde nun seine Zukunftsprojekte, dazu zähle auch die Fischzucht, abarbeiten."* Seine Fischzucht, betonte er, und damit wird klar: Lorig wollte sich mit der Fischzucht ein Denkmal setzen. Kritiker waren ihm ein Dorn im Auge. Auch eine Ablösung des unfähigen Geschäftsführers Jochen Dahm passte nie in sein Konzept. Jahrelang trug Lorig die Fehler der Geschäftsführung mit, agierte im Hintergrund und ist somit Hauptverantwortlicher des Fiaskos.

Völklingens Oberbürgermeister wird am Wochenende auf mehreren Karnevalssitzungen in die Bütt steigen, um Witze zu reißen, während die Mitarbeiter der Stadtwerke um ihre Arbeitsplätze bangen. „Das ist schon makaber. Statt sich die Narrenkappe aufzusetzen, sollte er besser seinen Hut nehmen.", so Fraktionschef Erik Kuhn.

* Saarbrücker Zeitung, 6.September 2010: „Klaus Lorigs Anhänger jubeln"