SPD Völklingen ist offen für einen Umzug des Rathauses

Die SPD Völklingen und die SPD Fraktion im Stadtrat sind bereit die Verlagerung von Teilen der Stadtverwaltung in die Innenstadt als Ersatz für den Rathaus-Turm in Erwägung zu ziehen.

Die Gemeideverbandsvorsitzende Christiane Blatt erklärt: „Den Publikumsbereich des Rathauses mit dem Bürgerbüro in den Gebäuden der Röchlingbank und des Casinos unterzubringen, wird die Rathausstraße zusätzlich beleben. Nachdem es nicht gelungen ist, das Jugend- und Sozialamt des Regionalverbandes nach Völklingen zu holen, greifen wir unsere Idee eine Behörde in die Innenstadt zu verlegen damit wieder auf."

Erik Kuhn, Vorsitzender der SPD Stadtratsfraktion fordert den Oberbürgermeister auf mit den Besitzern – Saarstahl und Hartmut Ostermann – schnellstens ernsthafte Gespräche über den Kauf der Gebäude zu führen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Firma Saarstahl als größter Arbeitgeber der Stadt kein Interesse an einer solchen Lösung hat. Und auch Herr Ostermann ist sicher nicht abgeneigt, sein ungenutztes Gebäude zu veräußern", sagt Erik Kuhn. „Wir als Stadtratsfraktion sind bereit, gemeinsam mit der Verwaltung diesen Weg zu gehen um die lange leerstehenden Gebäude wieder zu nutzen. Wenn es sich zudem als wirtschaftlichste Lösung für die Stadt herausstellt, ist dies umso besser."

Christiane Blatt ergänzt, dass der SPD Gemeindeverband sich derzeit intensiv mit der Wiederbelebung der Innenstadt befasst. Die Pläne des Investors Modepark Röther wurden den SPD Mitgliedern bereits kurz nach der Ratsentscheidung vorgestellt und als positiv bewertet. Die jetzt auf dem Tisch liegende Lösung für den Casino-Komplex wäre eine ideale Ergänzung. Zusätzlich könnte darüber nachgedacht werden, den großen Casino-Saal historisch wiederaufzubauen und damit eine attraktive touristische Verbindung zum Weltkuturerbe zu schaffen. „Wir haben aus Saarbrücken bereits Signale, dass die Landesregierung sich finanziell an einer solchen Attraktion beteiligen wird.", so Erik Kuhn.

Hintergrund:

In einer Sitzung des Werksausschusses „Grundstücks- und Gebäudemanagement" der Stadt Völklingen, wurde Lösungswege für die Sanierung des Rathausturmes diskutiert. Neben der etagenweisen Sanierung, wurde von der Landesentwicklungsgesellschaft LEG Saar auch der Abriss des Turms ins Spiel gebracht. Diese Maßnahme könnte städtebaulich gefördert werden. Statt eines Neubaus an gleicher Stelle kam die Idee einer Verlagerung der Bereiche mit Publikumsverkehr in die Rathausstraße zur Sprache. Für das sogenannte „Back-Office", also interne Abteilungen wie Personal und EDV wäre im Flachbau des Rathauses dann ausreichend Platz. Nach Einschätzung der Gutachter ist die Abrissvariante für den Stadthaushalt die wirtschaftlichste Lösung. Zusätzlich zu den Brandschutzerweiterungen wurde festgestellt, dass die Fassade marode ist.